Schulgebäude Quelle: JVA Iserlohn

Die JVA Iserlohn hat ein eigenes Schulgebäude. Und das ist für eine Justizvollzugsanstalt nicht so selbstverständlich.
Wie in jeder richtigen Schule gibt es nicht nur einen Schulhof, sondern auch den Schulgong, der die Pausen beendet. Erwähnenswert ist aber auch, dass es vor den Fenstern der "Knastschule" keine Gitter gibt. Trotzdem hat bislang noch kein Schüler diese Freizügigkeit missbraucht. Und nach 12 Jahren freuen wir Lehrer uns darüber, dass das Gebäude immer noch blitzblank und viel weniger verdreckt ist, als Schulen draußen nach gleichem Zeitraum. Dass das so ist, liegt nicht zuletzt an den Schülern.
In der Schule gibt es sechs normale Klassenräume für maximal 12 Schüler. Weiterhin gibt es einen Computerraum mit 12 PC-Arbeitsplätzen und einen Elektrofachraum mit entsprechenden Materialien für Unterrichtsversuche. Da der Unterricht stark praxisorientiert ist, gibt es noch drei Werkstätten für die Bereiche Holz-, Metall- und Elektrotechnik. Diese Bereiche sind vom Maschinenpark her gut ausgerüstet. Die Unterrichtsinhalte sind mit denen des Berufskollegs draußen vergleichbar.
Allerdings beginnen die Schulmaßnahmen in Abweichung zu öffentlichen Schulen im halbjährlichen Turnus, um den Schülern Wartezeiten auf einen Schul-/Ausbildungsplatz zu ersparen.
Selbstverständlich bekommen unsere Schüler keine Ferien. Deshalb bieten die Justizlehrer während der Ferienzeiten für die Schüler unterschiedliche Projekte an, die nicht immer und unbedingt etwas mit dem sonst üblichen trockenen Unterricht zu tun haben.
Generell werden alle schulpflichtigen/berufsschulpflichtigen Gefangenen beschult. Darüber hinaus können ältere Gefangene, soweit Plätze frei sind, die Schule besuchen.
Wir arbeiten eng mit dem Hönne-Berufskolleg des Märkischen Kreises in Menden zusammen. Alle Schüler erhalten zum Abschluss der Maßnahmen Zeugnisse des Berufskollegs Menden, aus denen nicht hervorgeht, dass sie in der JVA Iserlohn erworben wurden.

 

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